Klassische Musik


Weltkonzerte präsentiert die großen Komponisten der Europäischen Klassik in verschiedenen Besetzungen und bietet so zahlreichen renommierten Musikerinnen und Musikern einen Bühne in Deutschland sowie im Ausland. Von kleinen Besetzungen in Kammerorchestern bis hin zu großen sinfonischen Orchestern sind in dieser Saison wieder ausgezeichnete internationale Solisten, Chöre und Dirigenten im Programm.


Weltmusik

In manchen Kulturen sind Musik und Tanz untrennbar miteinander verbunden. Oft wurden sie mit der Zeit auch zum Aushängeschild für die soziale und historische Entwicklung mancher Länder und Regionen. Was wäre beispielsweise ein Flamenco-konzert ohne Tänzer in wallenden Blumenkleidern, die sich zum virtuosen Gitarrenspiel und rhythmischem Klatschen bewegen? Wie im Tango auch, begeistern sich heute ein immer größer werdendes Publikum sowie Künstler aller Sparten für die Poesie dieser beigen grundverschiedenen Tänze. Weltkonzerte präsentiert seit Jahren hochkarätige Ensembles wie Flamenco vivo, Azabache Flamenco und das Paar Pablo y Ludmilla mit Argentinischem Tango. Begleitet werden die Tänzer von authentischer Musik, bei der niemand so wirklich still sitzen möchte. 

 

Wenn Musiker aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenkommen entsteht viel mehr als ein Mix aus Musikstilen. Diese besonderen Begegnungen stehen immer auch für eine Kommunikation jenseits von Sprache. Sie lassen vielmehr etwas Größeres entstehen. Klezmer trifft Jazz, trifft auf Folklore aus dem Balkan oder Andalusien, erobert neue Klangräume, erreicht neue Publikumsschichten. Der globale Musikalienhandel machte in den 50er Jahren beispielsweise das Bandoneon, das ursprünglich in Deutschland erfunden wurde, zu einem wichtigen Bestandteil des argentinischen Tango. Heute faszinieren sich wiederum viele Musiker aus Europa, wie auch das Jourist Quartett, für die Musik aus Übersee. Interkulturelle Konzerte haben aber oft auch eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung: So setzen die Musiker von Sistanagila mit ihren israelisch-iranischen Musikaffäre auch ein Zeichen für gegenseitige Akzeptanz, Anerkennung und Toleranz zwischen Menschen unterschiedlicher Länder.

Musik hat einen wichtigen Stellenwert im Alltag vieler Menschen. In manchen Ländern ist aber das gemeinsame Musizieren noch viel mehr, es erfüllt teilweise seit Jahrhunderten eine essentielle soziale Funktion und gilt als identitätsstiftend. Durch die Pflege der Musik im gesellschaftlichen Alltag sind teilweise virtuose Techniken wie Obertongesang aus Zentralasien oder bulgarische Polyphonie entstanden, die mittlerweile weltweit eine große Fangemeinde haben. Manch einer wurde so zum weltweit gefeierten Virtuosen, ganz ohne großes Studium, sondern einfach durch Musizieren einer bestimmten Technik von Kindesbeinen an. Weltkonzerte präsentiert wichtige und in ihrem Land gefeierte Vertreter und lädt sein Publikum auf eine spannende Entdeckungsreise ein, die Vielfalt der weltweiten Traditionen zu erforschen.

Es gibt Instrumente, die werden heute in fast allen Teilen der Welt gespielt. Ebenso vielfältig sind die Techniken und Stile der jeweiligen Musiker, die die Instrumente in den unterschiedlichen Musikepochen zum Klingen bringen. Weltkonzerte organisiert für zwei dieser Volksinstrumente jeweils eine Konzertreihe mit Musikern, die sich in ihrem Spiel über Landesgrenzen hinwegsetzen. So sieht man auf der Gitarre beispielsweise Finger-Stile, der sich aus dem US-Amerikanischen Jazz entstammt, vibrierenden Flamenco aus Andalusien, oder ganz klassisches Spiel aus Westeuropa. Da das Akkordeon mindestens ebenso verbreitet ist, laden wir wie jedes Jahr zur Akkordeonale ein, wo man der Bandoneon-Magie aus Buenos Aires ebenso begegnen kann wie den feurigen Rhythmen aus dem Balkan.

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